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Wanderreiten

zuletzt aktualisiert 06.11.2022
Reiterin auf Pferd beim Wanderreiten in den Bergen
Foto © BearFotos shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Während noch vor einigen Jahrhunderten das Wanderreiten eine völlig gängige Art des Reisens war, wird die Wanderung zu Pferd heute mehr als sportliche Freizeitaktivität gesehen.

Dabei stehen das Natur- und Reiterlebnis im Mittelpunkt, sowie die Möglichkeit, die Bindung zwischen Pferd und Reiter zu stärken.

Was genau Wanderreiten ist, wie lange die verschiedenen Etappen sein können und wo Wanderritte überhaupt möglich sind, erklären die nächsten Abschnitte.

Was ist Wanderreiten?

Mit dem Begriff Wanderreiten wird eine mehrtägige Wanderung zu Pferd bezeichnet, die auf die ursprüngliche Art des Reisens und damit auch auf die älteste Nutzungsform von Pferden zurückgeht.

Heute steht dabei vor allem das Naturerlebnis im Mittelpunkt, aber auch die Bindung von Pferd und Reiter. Denn beim Wanderritt sind beide den ganzen Tag zusammen und das Wohlergehen des Pferdes beeinflusst letztendlich den Wandererfolg und das Ankommen im Ziel.

Da sich der eine auf den anderen verlassen muss, wird die Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd gestärkt. Moderne Wanderritte werden entweder allein oder in Gruppen durchgeführt.

Übernachtungen finden dabei in der Regel unter freiem Himmel, mit oder ohne Zelt statt. Zudem kann auf entsprechenden Pferdehöfen oder in Hotels mit Unterstellmöglichkeiten für Pferde übernachtet werden.

Wer seine Reise besonders minimalistisch gestalten möchte, bewahrt sein Gepäck dabei lediglich in Satteltaschen vor oder hinter dem Sattel auf. Eine weitere Möglichkeit ist der Transport von Gepäck auf einem mitgeführten Packpferd. Bei Übernachtungen mit Zelt, aber auch für Gruppen, ist die Mitführung eines Packpferdes empfehlenswert.

Für noch mehr Komfort kann das Gepäck aber auch mithilfe eines Autos/Hängers (Trossbegleitung) zu den jeweiligen Checkpoints oder Übernachtungsstellen transportiert werden.

Wie lange sind Etappen beim Wanderreiten?

Typische Wanderritte finden über ein Wochenende oder im Rahmen eines Kurzurlaubs von ein bis zwei Wochen statt. Da hauptsächlich im Schritt geritten wird, geht einige Zeit ins Land. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit trainierter Pferde liegt hier bei fünf bis sechs Stunden je Kilometer.

Darunter finden sich neben den klassischen Reitstrecken auch Abschnitte, in denen das Pferd nur geführt wird. So kann sich der Reiter die Beine vertreten und der Pferderücken wird entlastet.

Eine bestimmte Zeitvorgabe muss beim Wanderritt nicht eingehalten werden, da es sich nicht um Hochleistungssport handelt. Vielmehr hat sich das Wanderreiten in den letzten Jahren zu einer erlebnisreichen Freizeitaktivität entwickelt.

Die durchschnittliche Tagesdistanz beim Wanderritt liegt zwischen 20 und 30 km. Diese kann wiederum in kleiner Etappen mit Pausen unterteilt werden. Dabei spielt vor allem die Kondition von Pferd und Reiter, aber auch das Gelände eine entscheidende Rolle.

Bei organisierten Wanderritten finden diese Pausen an vorher festgelegten Checkpoints statt. Ausgehend von der oben genannten Durchschnittsgeschwindigkeit von fünf bis sechs Kilometern je Stunde, dauert eine komplette Tagesdistanz fünf bis acht Stunden. 

Distanzreiten oder Wanderreiten

Der Leistungssport, beidem mit dem Pferd große Strecken zurück gelegt wird, wird als Distanzritt bezeichnet und sollte nicht mit einem Wanderritt verwechselt werden. Das Distanzreiten hat einen wesentlich stärkeren Wettbewerbscharakter als das Wanderreiten

Mehrere Reiter auf Pferden beim Wanderreiten in der Gruppe
Wanderreiten in der Gruppe
Foto © Christopher Meder shutterstock.com

Wo kann man Wanderreiten?

Aufgrund der zunehmenden Beliebtheit des Wanderreitens haben sich in manchen Regionen richtige Wanderreitnetzwerke entwickelt, die sogar Regionen übergreifend miteinander arbeiten. So ist auf speziellen Fernreitwegen und unter Bereitstellung der Unterkünfte auch das Wanderreiten in andere Regionen möglich.

Dabei beschränkt sich das Wanderreiten nicht nur auf deutsche oder europäische Gebiete. Denn wenn man an Weltumreiter Manfred Schulze denkt, ist sogar eine Weltreise möglich.

Leider sind die Informationen über Reitwege in anderen Ländern oft nur schwer zu finden, was eine zeitintensive Vorbereitung erfordert. Denn zu Pferd darf nur auf ausgewiesenen Reitwegen und auf Straßen unter Einhaltung der Straßenverkehrsordnung gereist werden, um Unfälle und das Betreten von Privatbesitz oder Naturschutzgebieten zu vermeiden.

Welche Ausrüstung wird beim Wanderreiten benötigt?

Wenn der Wanderritt über mehrere Tage dauert, werden bestimmte Ausrüstungsgegenstände benötigt. Dazu zählen:

Deutsche Wanderreiter-Akademie

Wanderreiten kann gelernt werden! Zum Beispiel bietet die „Deutsche Wanderreiter-Akademie“ Seminare zum Erlernen und Durchführen eines Wanderrittes an, bei denen man auch Informationen zur Ausrüstung und dem Notbeschlag vermittelt bekommt.

Ist Wanderreiten mit jedem Pferd möglich?

Das Wanderreiten setzt ein gehorsames, gut ausgebildetes und verkehrssicheres Reitpferd voraus, das zudem über eine gewisse Selbstständigkeit verfügt.

Als Wanderreitpferde eignen sich vor allem die naturbelassenen Pferderassen, die auch unter der Bezeichnung Robustpferde bekannt sind. Aber auch Warmblüter, Kleinpferde und Araber sind bestens für einen Wanderritt geeignet.

Vorausgesetzt sie verfügen über die mentalen und körperlichen Voraussetzungen. Letztere sind eine ausreichende Tragfähigkeit, ein stabiler Körperbau und gesunde Beine. Generell sollte nur ein vollkommen gesundes und gut konditioniertes Pferd als Wanderreitpferd genutzt werden. 

Reiterin vor bepacktem Pferd beim Wanderreiten in den Bergen
Wanderreiten in den Bergen
Foto © BearFotos shutterstock.com

Wie wird Wanderreiten vorbereitet?

Die Vorbereitung eines Wanderrittes hängt von der Dauer und der Schwierigkeit des Ausfluges ab. Neben Konditionstraining und Gewöhnung an den Straßenverkehr sollte das Pferd vor allem im Geländeritt und dem Überwinden von Hindernissen geschult werden.

Besonderes Augenmerk liegt hier auf dem Überwinden von Fels, Geröll, Abhängen, Engstellen, Gewässer und schmaler Pfade. Der Reiter selbst sollte ebenfalls seine Fähigkeiten und Kenntnisse schulen, oder diese entsprechend der Notwendigkeit auffrischen.

Zudem sollte die genaue Route vorab festgelegt und entsprechende Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten herausgesucht beziehungsweise angemeldet werden. Die Organisation einer möglichen Trossbegleitung ist ebenfalls Teil der Vorbereitung.

Wem die Vorbereitung eines Wanderritts mit zu viel Aufwand verbunden ist, kann auf die vielseitigen Angebote geführter Ritte zurückgreifen. Diese werden von speziellen Wanderrittführern angeboten und finden oft an Wanderrittstationen der üblichen Ferienregionen statt.

Wer kein eigenes Pferd besitzt, kann hier ein ausgebildetes Wanderreitpferd und sogar die benötigte Ausrüstung ausleihen. Voraussetzung hierfür ist meist das Absolvieren eines kleinen Einführungskurses, bei dem auch die Reitkenntnisse geprüft werden.

Bei den kommerziellen Ritten sind Übernachtungen unter freiem Himmel, aber auch in noblen Hotels möglich. Vom entsprechenden Leistungsumfang werden letztendlich auch die Kosten bestimmt. 
 

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Fazit

Anders als früher ist das Wanderreiten heute eine beliebte Freizeitaktivität, die mit jeder Menge Abenteuer sowie Natur- und Reiterlebnis verbunden ist. Da sowohl Pferd als auch Reiter sich dabei gut aufeinander verlassen müssen, wird die Bindung gestärkt.

Wanderritte sind einzeln oder in Gruppen möglich. Dabei können sie selbst organisiert oder von Wanderrittführern geführt werden. Die Übernachtungen sind dabei unter freiem Himmel, auf Pferdehöfen oder sogar in Hotels möglich.

Neben den regionalen Wanderritten im Rahmen eines Kurzurlaubs sind auch länderübergreifende Ritte möglich. Diese erfordern aber eine entsprechende Vorbereitung.
 

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