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Ein eigenes Pferd kaufen: Tipps für Vorbereitung, Pferdesuche und Auswahl

zuletzt aktualisiert 18.10.2022
Drei Pferde zu kaufen in der Pferdepension in Gruppenhaltung in kleinen Gruppen
Foto © acceptphoto shutterstock
Inhaltsverzeichnis

Pferdeliebhaber genießen den Umgang mit Pferden und das Reiten sehr. Früher oder später kommt dann der Wunsch auf, ein eigenes Pferd zu kaufen. Diese Entscheidung ist gut zu überlegen und der Kauf selbst intensiv vorzubereiten. Viele Faktoren wie Zeit, Unterbringung, finanzielle Möglichkeiten, Wissen und Reitkenntnisse sowie die individuellen Eigenschaften des Pferdes haben Einfluss darauf, wie gut der Start ins Leben als Pferdebesitzer gelingt. Dieser Ratgeber liefert Antworten für die wichtigsten Fragen rund um den Pferdekauf.

Vor allem für Kinder-, Jugendliche oder Anfänger ist ein Verlasspferd zu empfehlen.

Suchst Du ein Therapiepferd findest Du alle wichtigen Infos in unserem Ratgeberartikel Therapiepferd kaufen.

Alles wissenswerte über die Zucht erfährst Du in unserem Artikel Pferdezucht.

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Ein Pferd kaufen: Vorüberlegungen

Sich selbst die folgenden Fragen ehrlich zu beantworten, ist die beste Vorbereitung, wenn der Wunsch besteht, ein Pferd zu kaufen:

  • Ist genug Zeit für die Pferdepflege vorhanden? Je nach Unterbringung des Tieres sind auch ausreichende Zeiten für Fütterung, Ausmisten und Weidepflege einzuplanen – und natürlich für das Reiten oder Longieren sowie für eventuelle Bodenarbeit.
  • Reicht die reiterliche Ausbildung aus, um dem Pferd gerecht werden zu können? Kann ich sicher mit einem Pferd umgehen?
  • Ein Pferd zu kaufen, ist eine große Verantwortung. Sind genügend Kenntnisse über eine artgerechte Haltung und eine passende Unterbringung vorhanden?
  • Gibt es jemanden, der sich in Urlaubszeiten oder bei krankheitsbedingtem Ausfall um das Pferd kümmern kann?
  • Um ein Pferd kaufen zu können, müssen alle Kosten (z.B. Kosten für Unterbringung, Futter, Versicherungen, Vorbeugende tierärztliche Untersuchungen, Hufschmied) gedeckt werden. Gibt es ausreichende Reserven für ungeplante Anschaffungen und unvorhersehbare tierärztliche Behandlungen?
  • Kann ich weiterhin in der Ausbildung von dem Pferd und mir professionell unterstützt werden?
     

Es folgen die Detailfragen:

  • Turnier oder Freizeit: Möchte ich Turniere reiten, möchte ich ein Springpferd kaufen? Dann sind die Ansprüche an die Stall-Infrastruktur als auch an das Pferd andere als bei einem Freizeitreiter, der gemütliche Ausritte bevorzugt. In diesem Fall sollte man ein Freizeitpferd kaufen.
  • Reitweise: In welcher Reitweise möchte ich vorzugsweise reiten?
  • Welche Disziplinen möchte man reiten: Springen, Dressur, Vielseitigkeit oder Gangreiten? Dementsprechend muß man sich vorab überlegen, ein Springpferd zu kaufen, ein Dressurpferd zu kaufen oder doch lieber ein Freizeitpferd zu kaufen.
  • Die Stallauswahl: Wird Boxen-, Paddock- oder Offenstallhaltung angestrebt? Soll es eine Reithalle geben oder genügt ein Reitplatz? Beim Reitplatz ist auf Beleuchtung und gute Drainage zu achten, um auch bei Regenwetter, am Abend und in der dunklen Jahreszeit reiten zu können. Für Geländefans ist ein ansprechendes Ausreitgelände besonders wichtig.
  • Bevorzugte Eigenschaften des Pferdes: Sind schwungvolle Gänge gewünscht? Wie viel Temperament ist gewollt und von mir händelbar? Welchen Ausbildungsstand sollte das Pferd haben? Möchte man Gangreiten, sollte man ein Isländer kaufen.
  • Welches Alter, welches Stockmaß und welches Geschlecht kommen infrage?
  • Wird eine bestimmte Pferderasse bevorzugt? Welche Pferderasse passt zu mir? Oder möchte ich ein Pony kaufen?
Zwei Pferde zu Kaufen in Bewegung im Aktivstall auf grüner Wiese
Der Traum vom Kauf eines eigenen Pferdes
Foto © Anaite shutterstock

Wie viel kostet ein Pferd im Monat?

Ein Pferd zu kaufen und die Pferdehaltung kosten Geld. Wie viel genau, hängt von der individuellen Situation und den Ansprüchen ab.

Mit folgenden monatlichen Ausgaben ist zu rechnen:

  • Für Stallmiete mit Einstreu, Futter und Mistentsorgung werden ungefähr zwischen 200 und 700 € fällig. Dabei ist ein Selbstversorger-Offenstall günstiger als ein moderner Reitkomplex mit Führanlage, Laufband und Halle. Auch die Lage des Stalles beeinflusst den Preis – Ballungsgebiete sind teurer als ländliche Bereiche.
  • Der Hufschmied kommt ungefähr alle 6 bis 10 Wochen. Die Kosten variieren je nachdem, ob das Pferd barhuf oder mit Hufeisen (vorne und hinten) laufen soll. Sie belaufen sich auf ca. 60 € bis 120 €, monatlich also 30 € bis 80 €. Auch Barhufer benötigen regelmäßig einen Schmied oder Hufpfleger zum Ausschneiden der Hufe, wobei das Ausschneiden deutlich günstiger ist als das Beschlagen. Aber nicht jedes Pferd hat eine ausreichend gute Hornqualität oder die Bodenverhältnisse des Reitgeländes sind nicht geeignet, damit es ohne Hufeisen bewegt werden kann.
  • Eine Haftpflichtversicherung kostet monatlich rund 10-13 €. Eventuell kommen noch Ausgaben für eine Pferde-OP-Versicherung (ab 13 €) oder eine Pferde-Krankenversicherung (ab 150 €) monatlich dazu.
     

Auch Einmalanschaffungen und unregelmäßig anfallende Ausgaben sind zu berücksichtigen:

  • Das Pferd selbst kostet mehrere tausend Euro – abhängig von Gesundheit, Ausbildung, Alter und Abstammung ist die mögliche Preisspanne sehr groß.
  • Die Kosten für eine Grundausstattung mit Trense, Gebiss, Halfter, Longe, Sattel, Decken, Gamaschen und Putzzeug variieren je nach Qualität stark und liegen etwas zwischen 800 und 4.000 €. Zu Beginn kann man auch mit einem gebrauchten Sattel starten, bis man herausgefunden hat, welchen Komfort man sich selbst wünscht und welcher Sattel am besten zum Pferd passt.
  • Auch ein gesundes Pferd verursacht Tierarztkosten. Impfungen und Wurmkuren schlagen jährlich mit rund 150-200 € zu Buche. Auch ist es empfehlenswert, die Zähne jährlich kontrollieren und eventuell raspeln zu lassen – Kostenpunkt etwa 90-150 €.
  • Zusatzfutter, Pflegemittel und besondere Ausstattungen für Pferd und Reiter sowie Reitunterricht, Turniergebühren oder Mietkosten für einen Pferdeanhänger können für weitere Ausgaben sorgen.
Tip zu Haftpflichtversicherung und gebrauchtem Sattel

Haftpflichtversicherung: "Zweifelsfrei die wichtigste Versicherung für dein Pferd! Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass ein Pferd abhaut oder ausbricht und die Folgen sind nur schwer einzuschätzen."

Gebrauchter Sattel: „Der gebrauchte Sattel sollte immer von einem Sattler begutachtet werden, um die Passform sowie die Qualität der Wolle zu überprüfen.“

Drei Pferde zum Kaufen schmusen mit Katze auf Zaun im Paddock
Wer möchte bei diesem Anblick kein Pferd kaufen...?
Foto © Rita_Kochmarjova shutterstock.com

Was ist das beste Pferd für Anfänger?

Als Reitanfänger ist es besonders wichtig, ein Pferd zu kaufen, das zu den eigenen Fähigkeiten und Zukunftsplänen passt. Zwar steigt der Preis mit dem Ausbildungsstand, aber die Investition lohnt sich. Als Faustregel gilt: Je geringer das reiterliche Können ist, desto solider sollte das Pferd ausgebildet sein.

 

Ein junges Pferd zu kaufen, um es selbst auszubilden, erscheint verlockend, ist aber nur wirklich guten Reitern zu empfehlen – sonst kann es frustrierend oder sogar gefährlich werden. Auch ein Jungtier wiegt mehrere hundert Kilo, die in ihre Bahnen gelenkt werden wollen. Alternativ wäre zu klären, ob jemand die Ausbildung des Pferdes übernehmen oder zumindest intensiv begleiten kann.

Wichtige Eigenschaften eines Anfängerpferdes sind Rittigkeit, gute Balance in allen Gangarten, eine angemessene Reaktion auf die reiterlichen Hilfen und ein angenehmes Temperament. Ein Anfänger sollte ein Pferd kaufen, das unter dem Sattel weder ein Temperamentsbündel noch eine vierbeinige Schlaftablette ist. Wichtig für das Handling im Alltag ist auch, ein möglichst schmiede- und verladefrommes Pferd zu kaufen.

Auf den Gesundheitszustand des Tieres ist besonders zu achten. Im Rahmen einer Ankaufsuntersuchung sollte ein Tierarzt das Pferd auf Mängel untersuchen. Die Preise variieren je nach Umfang der Untersuchung. Durch die Ankaufsuntersuchung, kurz AKU, können nicht alle Krankheiten ausgeschlossen werden, aber sie ist dringend zu empfehlen, um das Risiko massiver Mängel zu verringern.

Zu bedenken ist bei all diesen Überlegungen: Ein Pferd zu kaufen, ist teuer. Aber der Kaufpreis ist im Vergleich zu den laufenden Kosten nicht die ausschlaggebende Investition. Daher ist es nicht sinnvoll, für einen günstigeren Preis allzu große Kompromisse einzugehen.

Wo kann man ein Pferd kaufen?

Pferde kaufen kann man sowohl von Privatpersonen als auch von gewerblichen Verkäufern wie Züchtern oder Händlern. Zahlreiche Internetportale bringen Anbieter und Käufer zusammen – über die Suchmasken lässt sich das Angebot unter anderem nach Kriterien wie Alter, Ausbildungsstand, Stockmaß und Preis filtern. Auf der Suche nach einem Pferd zum Kaufen kann man auch selbst eine Anzeige schalten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Pferdezucht Betriebe und Händler direkt zu kontaktieren, einen Termin zu vereinbaren, Pferde anzuschauen und einen Proberitt zu machen. Bei einem Händler oder Züchter ist die Auswahl größer als bei einem Privatverkäufer. Dafür kennt der Privatverkäufer die Vorgeschichte eines Tieres meist besser als der Händler.

Rechtlich macht es einen Unterschied, ob der Verkäufer privat oder gewerblich handelt. Bei einem Vertrag zwischen Privatpersonen können nämlich die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen werden. Auch gilt beim gewerblichen Verkäufer die Beweislastumkehr – er muss in den sechs Monaten nach Übergabe im Zweifel beweisen, dass ein Mangel nicht bereits bei Kaufabschluss vorlag.

Egal, woher das Pferd kommt: Auf fachkundige Begleitung, einen Proberitt und eine Ankaufsuntersuchung sollte auf keinen Fall verzichtet werden. Ein schriftlicher Kaufvertrag ist nicht vorgeschrieben, aber bei jedem Pferdekauf empfehlenswert – so sind Vereinbarungen im Streitfall belastbarer als bei mündlichen Absprachen.

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KAUF EINES THERAPIEPFERDES

Wie beim Kauf eines Pferdes für den Privatgebrauch, muss man sich auch für die Anschaffung eines Therapiepferdes im Vorfeld einige Gedanken machen und Entscheidungen treffen.

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