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Reitsport Disziplinen - Reiten als Leistungssport

zuletzt aktualisiert 06.11.2022
Reiter springt mit Pferd über Hindernis beim Reitsport Springreiten
Foto © Artur Didyk - shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Der Reitsport hat viele Facetten. Es gibt verschiedene Reitweisen, zum Beispiel die englische Reitweise, Westernreiten, Gangpferdereiten, Working Equitation, Pferderennen, Voltigieren, Polosport usw.

Jede Reitweise ist noch dazu in unterschiedliche Disziplinen unterteilt. Die Vielfalt im Reitsport ist enorm. Jeder Interessierte findet eine passende Sparte im Reitsport.

Besonders faszinierend sind die Sportler, die gemeinsam mit ihren Pferden Höchstleistungen erbringen und im Spitzensport erfolgreich sind. In diesem Beitrag gibt es die wissenswertesten Fakten rund um das Thema Reitsport auf einen Blick.

Reitsport-Disziplinen im Überblick

Hier erfährst Du alles über die verschiedenen Disziplinen im Reitsport.

Dressurreiten
Dressurreiten

Die verschiedenen Reitweisen

Es gibt verschiedenste Arten, den Reitsport zu betreiben. Die wohl bekannteste Reitweise ist die englische Reitweise, die in die Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit unterteilt werden kann.

Auch das Westernreiten ist sehr bekannt als Reitsport Disziplin. Der typische Sattel, den man aus Filmen kennt, gepaart mit langem Zügel und einem lässigen Sitz – so die Vorstellung von Westernreiten. Aber auch hier werden verschiedene Disziplinen unterschieden, unter anderem Reining (Arbeit mit Kühen), Pleasure (dressurmäßige Arbeit), Trail (Hindernis- bzw. Geschicklichkeitsparcours).

Dem Westernreiten sehr ähnlich ist die Working Equitation. Beide sind Arbeitsreitweisen und hatten ursprünglich das Ziel, die Arbeit mit Rindern und auf dem Feld so unaufwändig wie möglich zu gestalten.

Beim Gangpferdereiten gibt es mehr als die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp. Je nach Rasse können die Pferde auch Tölt und/oder Pass laufen. Hier gibt es extra Prüfungen, die über Dressur und Springen hinausreichen. Ein verbreitetes Gangpferd ist das Islandpferd.

Es gibt noch weitere Disziplinen im Reitsport: Beim Polo wird vom Pferderücken aus Ball gespielt, beim Voltigieren auf dem Pferd geturnt und beim Pferderennen möglichst schnell eine bestimmte Strecke zurückgelegt. Darüber hinaus gibt es das Distanzreiten, Para-Equestrian sowie das Kutsche fahren. Die Vielfalt an Möglichkeiten Reiten als Leistungssport zu betreiben sind demnach beinahe grenzenlos.

Zu Reitweisen als geprüfte Gangpferdetrainerin IPZV Trainer C

Bei dem Islandpferd gibt es Passrennen, Tölt-Prüfungen oder Gangprüfungen, bei denen vier oder fünf Gänge eines Islandpferdes geritten werden müssen. Die Prüfungen finden auf einer speziellen Passbahn oder auf einer Ovalbahn statt, auf der die Prüfungen in der Gruppe oder Alleine geritten werden. Dressur und Springprüfungen finden auf einem Reitplatz statt, zusätzlich gibt es noch Geländespringprüfungen.

Dressurreiten
Das Dressurreiten gehört zu den bekanntesten Reitweisen
Foto © Skumer shutterstock

Die olympischen Disziplinen

Olympisch sind nur drei Disziplinen, die alle der englischen Reitweise zuzuordnen sind. Außerdem gibt es auch eine paralympische Reitsport Disziplin.

Beim Dressurreiten werden verschiedene Bewegungsabläufe des Pferdes bewertet. In jeder der drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp werden bestimmte Lektionen gezeigt, beispielsweise Seitengänge, Rückwärtsrichten oder Pirouetten. Es geht um Harmonie und Leichtigkeit. Reiter und Pferd sollen miteinander verschmelzen und tanzen. Die Hilfen sollen so fein wie möglich gegeben werden. Bewertet wird jede Lektion mit einer Zahl von 0 (nicht gezeigt) bis 10 (Perfektion), das Ergebnis wird als Anteil von der möglichen Gesamtpunktzahl in Prozent ausgegeben.

Eine weitere olympische Disziplin ist das Springreiten. Das Reiter-Pferd-Paar muss einen vorgegebenen Parcours möglichst schnell und fehlerfrei überwinden. Für jeden Abwurf gibt es 4 Fehlerpunkt, für die Überschreitung der maximal vorgesehenen Zeit weitere Fehlerpunkte. Wer am Ende die wenigsten Fehlerpunkte hat, gewinnt. Bei gleicher Fehleranzahl entscheidet in der Regel die Zeit.

Die dritte Reitsport Disziplin, die bei Olympia ausgetragen wird, ist das Vielseitigkeitsreiten. Dies ist eine Kombination aus Dressur, Springen und einem Geländeritt. Im Gelände müssen Pferd und Reiter Geländehindernisse wie Hecken, schräge Ecken, Wasser und Baumstämme überspringen und bergauf und bergab reiten.

Die Hindernisse sind deutlich auffälliger und ablenkender als in einem normalen Springparcours. Zudem wird im Gelände in einer deutlich höheren Geschwindigkeit geritten. Zwischen den Sprüngen gibt es lange Galoppstrecken. Die Vielseitigkeit gilt als die „Krone der Reiterei“, weil sie drei anspruchsvolle Teildisziplinen miteinander verbindet. Wer nach allen drei Disziplinen am besten abschneidet, gewinnt.

Bei den Paralympics ist der Reitsport ebenfalls vertreten. Dort wird die Para-Dressur, also eine Dressurprüfung für Menschen mit Behinderung ausgetragen.

Was kommt zu Olympia 2028?

Der olympische Fünfkampf, bei dem aktuell noch das Reiten eines fremden Pferdes dazugehört, wird ab den olympischen Spielen 2028 durch eine neue Sportart ersetzt werden. Wie diese aussieht, ist momentan noch nicht endgültig geklärt.

Besonderheiten im Reitsport

Beim Reiten geht es um das Zusammenspiel von Reiter und Pferd. Die Tiere kann man nicht zu sportlichen Höchstleistungen zwingen, weshalb ein gutes Training essenziell ist. Aber hinter den Kulissen passiert so viel mehr. Es kommt auf die Haltung und Pflege des Pferdes an, auf die Beziehung, die es zu seinem Reiter aufbaut und das Vertrauen, das durch jahrelange Zusammenarbeit entsteht. Wer Reitsport als Leistungssport betreiben will, sollte sich immer wieder bewusstmachen, dass es eine Arbeit mit einem anderen Lebewesen ist. Das heißt, dass nicht nur man selbst, sondern auch der Sportpartner Fehler machen kann. Der Reitsport fordert daher viel Geduld, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz.

Im Reitsport gibt es keine Geschlechtertrennung. Eine Ausnahme bildet das Voltigieren. In allen anderen Disziplinen werden Männer und Frauen nach den gleichen Kriterien bewertet und treten im gleichen Wettbewerb gegeneinander an.

Die Pferde werden nach Größe unterschieden. Tiere mit einem Stockmaß von 1,48 m und kleiner gelten als Ponys. Für diese gibt es extra Wettbewerbe oder auch teilweise Anpassungen in den normalen Reitsport Wettkämpfen z.B. beim Abstand der Sprünge in Kombinationen. Alle Pferde, die größer als 1,48 m sind, werden gleich bewertet. Auch die Farbe oder das Geschlecht der Tiere spielen keine Rolle im Reitsport.

Die Vielfalt an Reitweisen und Disziplinen, die leistungssportlich betrieben werden können, ist im Reitsport enorm groß. Dementsprechend kann man einen Spitzensportler oft nicht mit dem anderen vergleichen. Auch das Training ist entsprechend der Disziplin sehr unterschiedlich. Nur weil ein Reiter gut Dressur reitet, heißt das noch lange nicht, dass er gut springen oder gar voltigieren oder ein Pferderennen bestreiten kann. In keiner anderen Sportart gibt es so viele unterschiedliche Ausübungsmöglichkeiten.

Reiter auf Pferd beim Reining im Westernreiten
Action beim Westernreiten
Foto © PROMA1 shutterstock.com

Institutioneller Aufbau

In Deutschland ist die FN, die Deutsche Reiterliche Vereinigung, die Institution für den Pferdesport. Sie gibt die Regelwerke für das Turnierreiten heraus, vergibt Lizenzen und koordiniert den Leistungssport. Mit ihren etwa 700 000 Mitglieder zählt die FN zu den acht größten Sportverbänden, die im Deutschen Olympischen Sportbund sind.

Mit dem Bundesstützpunkt in Warendorf bietet die FN seit 1970 eine zentrale Trainingsstätte für die besten Reiter Deutschlands. Dort finden unter anderem Trainingseinheiten mit den Bundestrainern der jeweiligen Disziplinen statt.

  • Der FN angehörig sind Anschlussorganisationen, die ihre jeweilige Disziplin vertreten:
  • Bundesverband für klassisch-barocke Reiterei Deutschland e.V. (BfkbR)
  • Deutscher Akademischer Reiterverband e.V. (DAR)
  • Deutsches Kuratorium für therapeutisches Reiten e.V. (DKTHR)
  • Erste Westernreiter Union Deutschland e.V. (EWU)
  • Internationale Gangpferdevereinigung e.V. (IGV)
  • Islandpferde-Reiter- und Züchterverband e.V. (IPZV)
  • Verein Deutscher Distanzreiter und -fahrer e.V. (VDD)

Die landwirtschaftliche Pensionspferdehaltung

Neben den Reitvereinen und den Privathöfen mit Pachtgrund gibt es Landwirte, die einen Reiterhof mit Pensionspferdehaltung betreiben. Im Gegensatz zu den meisten Turnierställen und Reitvereinen produziert der Landwirt das Futter für seine Pensionspferde selbst.

Er muss kein Heu oder Einstreu dazukaufen und kümmert sich eigenständig um die Mistentsorgung. Viele dieser Pensionsbetreiber besaßen früher Rinder, Schafe oder anderes Vieh und bauten ihre Stallanlagen pferdegerecht um. In manchen Fällen handelt es sich um Traditionsbetriebe, die schon immer Pferde auf ihrem Hof hielten.

Die Pferde sind in Boxen- oder Gruppenhaltung untergebracht. Viele Landwirte verfügen über einen oder mehrere Offenställe. Typisch für einen solchen Reiterhof sind großzügig gestaltete Graskoppeln und eine ländliche Lage.

Pferdepensionen dieser Art befinden sich entweder in Stadtrandnähe oder in dörflicher Umgebung. Im Lauf der Zeit erweiterten viele Landwirte ihre Ausstattung, sodass teilweise Reithallen, Reitplätze und Führanlagen zur Verfügung stehen.

So manche Pferdepension mauserte sich im Lauf der Zeit zu einer komfortablen Reitanlage, die neben Freizeitreitern, die überwiegend im Gelände unterwegs sind, auch Sportlern optimale Bedingungen bietet.

Urlaub auf dem Reiterhof - Reiterferien mit Ausritt zum Strand
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