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Der richtige Reitunterricht für Erwachsene

Reitunterricht für Erwachsene auf Islandpferd in der Reitschule
Foto © Trabland - Peter Schmitz
Inhaltsverzeichnis

Steht der Entschluss fest, Reitunterricht als Erwachsener zu nehmen, dann ist es wichtig, den passenden Anbieter zu finden. Reitschulen gibt es in fast jeder Region in den verschiedensten Ausrichtungen. Reitunterricht für Erwachsene findet zum Beispiel in der Western- oder Englischreitweise statt.

Darüber hinaus spielen die persönlichen Ziele eine Rolle, denn bei der Wahl der Reitschule ist letztendlich entscheidend, was man mit dem Unterricht erreichen möchte.

Während Männer und Frauen jüngeren Alters oft noch einer sportlichen Karriere entgegenfiebern, steht für viele ältere Menschen die Freude am Umgang mit dem Tier im Vordergrund.

Reitunterricht für Erwachsene in der passenden Reitschule

Eine Reitschule zu finden ist nicht schwer, doch zumeist tummeln sich in den Ställen überwiegend Mädchen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren. Einen speziellen Reitunterricht für Erwachsene gibt es oft nicht, und aus fachlicher Sicht ist ein solcher auch gar nicht nötig. Von den Hausfrauenstunden am Vormittag abgesehen, nehmen hauptsächlich Teenies am Anfängerunterricht teil. Viele Männer und Frauen fühlen sich deshalb deplatziert.

In der Regel neigen jüngere Reitschüler dazu, die Älteren zu hofieren und vor allem zu siezen. Es ist ja auch nett, wenn einem die jungen Mädels beim Aufsteigen das Pferd halten oder den Striegel aus der Hand reißen, um das Putzen zu übernehmen.

Das ist aber oft nicht das, was sich viele Erwachsene wünschen. Sie sind lieber unter Gleichgesinnten und begegnen diesen gerne auf Augenhöhe. Schließlich freuen sich viele Wiedereinsteiger auf das Gefühl alter Vertrautheit und möchten die Zeit ihrer Jugend in der Reitschule wieder aufleben lassen. Doch plötzlich fühlt man sich furchtbar alt und ungelenk. Angesichts der deutlich jüngeren Konkurrenz fallen Veränderungen und Defizite besonders auf.

Der Altersunterschied zu den anderen Reitschülern ist einer der häufigsten Gründe, weshalb sich Männer und Frauen gegen den Reitunterricht als Erwachsene in einer bestimmten Reitschule entscheiden. Sie fühlen sich unwohl unter all den jungen Menschen und scheuen die Beobachtung der Eltern, die von der Tribüne aus ihrem Nachwuchs beim Reiten zusehen.

Darüber hinaus orientiert sich das Gesamtkonzept oft an einer jüngeren Zielgruppe. Wenn der Reitlehrer regelmäßig vom Sie zum Du wechselt, entsteht kein echtes Gemeinschaftsgefühl und viele ältere Reitschüler fühlen sich separiert.

Deshalb macht es Sinn, nach einem Betrieb zu suchen, in dem weitere Erwachsene am Reitunterricht teilnehmen. Alternativ dazu steht die Option offen, das nötige Wissen im Einzelunterricht zu erlangen.

Alternativen für den späten Einstieg

Reiten lernen bedeutet nicht, dass man in klassischen Disziplinen reiten lernen muss. Je nach Fitness des Reiters ist auch im höheren Alter das therapeutische Reiten zu empfehlen, um in absolut sicherer Umgebung die eigene Fitness zu fördern, die Sorgen und Ängste zu überwinden und einen sicheren Grundstein für das Geleichgewicht in der Bewegung des Pferdes zu legen. Zudem gibt es auch Reiteinstiegskonzepte speziell für Erwachsene wie z.B. Hippolini-Grande.2

Reitunterricht für Erwachsene auf Islandpferd
Reitlehrerin gibt eine Reitunterricht für Erwachsene
Foto © Trabland - Peter Schmitz

Welche Formen des Reitunterrichts für Erwachsene gibt es?

Zunächst einmal spielt die Ausrichtung der Reitschule eine Rolle, denn es gibt Englisch- und Westernreitställe sowie Betriebe, die sich spezieller Reitweisen widmen und beispielsweise Reitunterricht für Erwachsene auf Gangpferden wie den Isländern bieten.

Im Groben unterscheidet man den Einzel- vom Gruppenunterricht.

Der Reitunterricht für Erwachsene beginnt zumeist mit Einzelstunden an der Longe. Diese dauern zwischen 30 und 45 Minuten. Der Reitlehrer lenkt das Pferd an einer langen Leine im Zirkel um sich herum und vermittelt dem Reitschüler erste Grundkenntnisse über den korrekten Sitz und die Einwirkung durch die Gewichts- und Schenkelhilfen.

Der Longenunterricht dient dem Zweck, ein sicheres Gefühl für die Bewegungen des Pferdes zu erhalten. Der Reitschüler konzentriert sich vordergründig auf seinen Sitz und die Balance, während der Trainer die Führung übernimmt.

Die meisten Reitschüler wechseln nach rund zehn Longestunden in die Abteilung. In dieser Form des Gruppenunterrichts reiten die Anfänger hintereinander her und orientieren sich am Vordermann. Der Reitlehrer gibt verschiedene Kommandos, die die Hufschlagfiguren, den Handwechsel oder die Gangart betreffen.

Später löst sich die Abteilung immer wieder mal auf und die Reitschüler reiten ihre Pferde frei auf dem Platz oder in der Halle.

Wer sicher genug reitet, wechselt in die Fortgeschrittenenstunde. Hier gibt der Trainer nach wie vor die Hand und das Tempo vor, lässt den Reitern aber zunehmend mehr Freiheiten. Je nach Ausbildungsstand kommen kompliziertere Lektionen hinzu, beispielsweise Volten, Schulterherein und das Übertreten. Kleinere Sprünge und das Traben über Cavalettis lockern häufig den Reitunterricht für Erwachsene auf.

Fortgeschrittenen Reitern stehen verschiedene Optionen offen, wie sie den Reitunterricht für Erwachsene weiterhin gestalten. Je nach Angebot der Reitschule gibt es beispielsweise die Möglichkeit, am Springunterricht teilzunehmen oder sich für weiterführende Dressurlektionen zu entscheiden.

Wer schon sehr gut reitet, kann an Lehrgängen teilnehmen oder sich von externen Trainern unterrichten lassen. Viele mobile Reitlehrer kommen regelmäßig in die Reitställe, um dabei zu helfen, das Wissen immer weiter zu vertiefen.

Was kostet der Reitunterricht für Erwachsene?

Die Kosten für den Reitunterricht sind für Erwachsene in den Reitschulen unterschiedlich geregelt. In der Regel kostet das Reiten in der Gruppenstunde mindestens 20 Euro. Durchaus üblich sind aber auch 40 Euro und höhere Preise. So sind die Kosten bei einem ausgebildeten Trainer C in der Regel etwas höher.

Generell kosten Einzel– und Longenstunden mehr als der Gruppenunterricht. Das ist nachvollziehbar, denn in diesem Fall widmet sich der Reitlehrer nur einem einzigen Reitschüler. Dafür lernt man im Einzelunterricht effektiver, weil der Trainer auf die individuellen Bedürfnisse besser eingehen kann. Er betreut, beobachtet und korrigiert nicht mehrere Reitschüler gleichzeitig, sondern legt sein Augenmerk auf den Sitz und die Einwirkung des Einzelreiters.

In vielen Reitschulen gibt es günstigere Zehner- oder Zwölferkarten. Außerdem zahlen Vereinsmitglieder häufig weniger für die Reitstunde.

Wie bereits erwähnt, sind Einzelstunden kostspieliger. Das hängt letztendlich auch von der Qualifikation des Reitlehrers ab. Vor allem mobile Reitlehrer mit Spezialausbildung, hohem Bekanntheitsgrad und beachtenswerten Turniererfolgen verlangen oft mehr als 50 Euro plus Anfahrt.

Teurer sind auch Trainingsstunden für Fortgeschrittene, die beispielsweise ein höheres Dressurniveau erreichen oder sich im Springen verbessern möchten. In vielen Reitställen finden regelmäßig Lehrgänge mit hochkarätigen Trainern statt. Die Teilnahme ist oft für einen Pauschalbetrag möglich.

Reitlehrerin hilft Reiterin auf braunem Pferd mit den Steigbügeln beim Reitunterricht für Erwachsene
Reitlehrerin beim richtigen Einstellen der Bügel
Foto © Trabland | Peter Schmitz

Wie lange dauert der Reitunterricht für Erwachsene?

Auch wenn jüngere Reitschüler zumeist schneller lernen als ältere, so gibt es dennoch außerordentlich talentierte Senioren, die sich auf dem Pferderücken rasch zu Hause fühlen. Eine allgemeingültige Regel gibt es deshalb nicht, weil jeder seinem persönlichen Tempo folgt. Am Reitunterricht nehmen Frauen und Männer zumeist etwa ein- bis zweimal wöchentlich teil. Die Abstände sind dann nicht zu lang. Wer möchte, darf natürlich gerne weitere Male Reitunterricht für Erwachsene nehmen, denn je öfter man in den Sattel steigt, desto schneller lernt man reiten.

Da selbst ein guter Reiter nie auslernt, bringt guter Reitunterricht für Erwachsene auch nach dem Erwerb der Grundkenntnisse klare Vorteile. Wann der Reitschüler dazu in der Lage ist, sein Pferd eigenständig in allen drei Grundgangarten auf den Hufschlagfiguren zu reiten, ist individuell verschieden und spielt an und für sich auch keine allzu große Rolle.

Nach spätestens einem Jahr sind die meisten Reitschüler so weit, ein Schulpferd selbständig in der Halle und auf dem Platz zu bewegen. Sportlich ambitionierte junge Erwachsene lernen meist schneller als Senioren und Menschen ohne entsprechende Grundkondition. Doch darauf kommt es letztendlich nicht an, denn viele Männer und Frauen, die länger im Anfängerunterricht reiten, besitzen ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein und lernen umso intensiver.

Vor allem ältere Reiter fühlen sich oft in der Abteilung am wohlsten und nehmen weiterhin regelmäßig am Reitunterricht für Erwachsene auf Anfängerniveau teil. Ehrgeizige Fortschritte stehen hier weniger im Vordergrund, sondern vielmehr die Bewegung und der Umgang mit dem Pferd. Es gibt Pferdefreunde, die nach dem Erwerb der Grundkenntnisse in den Freizeitbereich wechseln. Sie nutzen ihre erworbenen Fähigkeiten für überwiegend gemütliche Ausritte in der Natur.

Wie viel kostet das Reiten im Monat?

Wer am Reitunterricht für Erwachsene einmal wöchentlich teilnimmt, rechnet die Preise für eine Reitstunde einfach mal 4. Dazu kommen die Kosten für die persönliche Ausrüstung. Diese umfasst ein oder mehrere Reithosen, eine Reitkappe, Reitstiefel oder Stiefeletten mit Chaps sowie eine Gerte, falls die Reitschule im Bedarfsfall keine zur Verfügung stellt. Hierbei handelt es sich um einmalige Anschaffungen in Höhe von mehreren Hundert Euro, je nachdem, für welche Marke und Qualität man sich entscheidet.

Wesentlich höher sind die monatlichen Kosten beim eigenen Pferd. Je nach Reitstall fallen etwa 250 bis 700 Euro Stallmiete an. Dazu kommen alle acht Wochen die Kosten für den Hufschmied oder Hufpfleger. Auch Entwurmungen und Impfungen sowie unkalkulierbare Tierarztkosten und die Preise für Sattel, Trense und die weitere Ausstattung belasten das Budget. Viele Pferdebesitzer buchen zudem regelmäßig Trainerstunden oder geben ihr Pferd in professionellen Beritt.Ein eigenes Pferd lohnt sich in der Regel nur dann, wenn man es fast täglich reitet.

Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit zur Übernahme einer Reitbeteiligung. In diesem Fall steht das Pferd zu festgelegten Zeiten zur Verfügung, beispielsweise ein- oder zweimal in der Woche. Hierfür ist ein mit dem Eigentümer des Pferdes vereinbarter Betrag fällig. Oft lohnt es sich auch aus Kostengründen, weiterhin am Reitunterricht für Erwachsene teilzunehmen. In diesem Fall steht ein gut ausgebildetes Schulpferd zur Verfügung und der Reiter erhält weiterhin qualifizierten Unterricht.

In der Reitschule mit Reitunterricht auf Islandpferd
Reitschulen
Mit guten Reitlehrern ist Reiten lernen gar nicht so schwierig. Hier erfährst Du, worauf es bei der Auswahl Deiner Reitschule ankommt.

Fazit:

Wer Reitunterricht als Erwachsener nehmen möchte, benötigt eine Reitschule, die ihr Angebot an eine ältere Zielgruppe richtet und über dementsprechend kräftige und gut ausgebildete Pferde verfügt. Wichtig ist zudem die Qualifikation des Trainers. Im Idealfall besitzt dieser die Anerkennung der FN, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. FN-geprüfte Reitbetriebe tragen ein entsprechendes Siegel. Im Idealfall verfügt der Reitlehrer über einen Trainerschein oder eine Ausbildung als Pferdewirt Fachrichtung Reiten.

Darüber hinaus muss die Chemie zwischen Reitschüler und Reitlehrer stimmen. Ist der Trainer sympathisch, dann klappt es oft auch mit der Kommunikation. Vor allem Senioren benötigen einen einfühlsam gestalteten Reitunterricht für Erwachsene sowie einen geduldigen und rücksichtsvollen Reitlehrer. Andererseits sollte der Trainer dazu in der Lage zu sein, den Reitschüler beim Erreichen seiner persönlichen Ziele professionell zu unterstützen.

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Die richtige Reitschule

Wer nach einer guten Reitschule sucht, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um die verschiedenen Angebote in seiner Region miteinander zu vergleichen. Das ist besonders wichtig, wenn Du gerade erst mit dem Reiten anfangen willst. Hier erfährt Du alles über Reitschulen.

 

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